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| 05. Januar 2010
Vorwort des Bischofs
Vor seinem Einzug in Jerusalem sandte Jesus zwei Jünger ins nächste Dorf voraus, um dort einen Esel zu holen. Ebenso schickte er zwei voraus, um alles für die Feier des Passah in Jerusalem vorzubereiten. Die Evangelien wollen damit sicher in erster Linie zeigen, wie bewusst Jesus in sein Leiden hinein geht. Er will dem Heil, das Gott den Menschen anbietet, mit Entschiedenheit dienen. Seine Barmherzigkeit drängt ihn, den Weg fortzusetzen.
Jesus hat auf dem letzten Abschnitt seines Weges Menschen um sich, die ihm helfen und sich von ihm in Dienst nehmen lassen. Auch die Kirche von heute kennt verschiedene Dienste, die in Pfarreien und Bistümern die Seelsorgearbeit tragen und sie unterstützen. Eine ganz wichtige Arbeit leisten die Sakristaninnen und Sakristane.
Alle, die diesen Dienst ausüben, sind wie Aushängeschilder der Kirche vor Ort. Sie gehen nämlich mit Geduld und Freundlichkeit auf die Fragen und Anliegen der Pfarreiangehörigen oder der Kirchenbesucherinnen/-Besucher und Touristen ein.
Sie pflegen mit Kindern und Jugendlichen in Kirche und anderen Pfarreiräumen menschlichen Kontakt und sind oft die ersten Ansprechpartner für die kommenden Generationen.
Ihnen ist die Sorge um den gepflegten Gottesdienstraum ein Anliegen. Sie schaffen damit Voraussetzungen, damit die Kirchenbesucher zu Stille, Besinnung und Gebet finden.
Sie kennen und hüten nicht nur die Schätze und Kostbarkeiten einer Kirche oder Kirchgemeinde, sondern wissen darüber hinaus viele interessante Details aus der Geschichte der Gemeinde.
Sie üben einen facettenreichen Beruf aus, weil handwerkliches Geschick, liturgisches Gespür, Kontaktfreudigkeit und persönliche Glaubenspraxis Elemente dieses kirchlichen BE-RUF-es sind, der die Verkündigung der Frohbotschaft Gottes unterstützt und auch eine Ahnung vermittelt, wie Reich Gottes in der konkreten Pfarrei und Kirchgemeinde gelebt wird.
Ich freue mich sehr über das grossartige und entschiedene Engagement vieler Frauen und Männer, die sich hauptberuflich und nebenamtlich als Sakristaninnen und Sakristane unseren Kirchgemeinden und Pfarreien zur Verfügung stellen und wünsche ihnen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben Freude und den Segen Gottes.
St. Gallen, im April 2009 + Markus Büchel Bischof von St. Gallen













