| 08. Mai 2010
Liebe Sakristane und Sakristaninnen
Auf dem Weg zum grossen Gallusjubiläum 2012 folgen wir der Spur der grossen Bistumspatrone und Heiligen des ehemaligen Klosters. Das 125-Jahr-Jubiläum des Sakristanenvereins unseres Bistums fällt in das Jahr, in dem wir den seligen Mönch Notker den Stammler in die Mitte stellen. Das trifft sich gut. Dem grossen Musiker und Hymnendichter war die Feier der Liturgie ein Hauptanliegen. Eine zentrale Aufgabe der Sakristane ist der Dienst im Gotteshaus und im Gottesdienst.
Die sorgfältige Vorbereitung der Kirchenräume von der Reinigung bis zum Blumenschmuck ist ein wesentlicher Beitrag für die würdige Feier der Liturgie. Das Zusammenspiel der verschiedenen Dienste von den Ministranten bis zu den Seelsorgerinnen und Seelsorgern wird vielerorts koordiniert und geprägt durch den Dienst der Mesmerpersonen. Der schnelle Wandel in den Seelsorgestrukturen erfordert grosse Bereitschaft und Flexibilität von allen Diensten. Wo Friede und achtsamer Umgang schon vor dem Gottesdienst in der Sakristei herrschen, ist dies für alle Beteiligten die beste Vorbereitung für ein glaubwürdiges gemeinsames Feiern. Das Jubiläum ist Grund, alle diese oft unsichtbaren Dienste anzuerkennen und dafür zu danken. Unser Bistumsweg steht unter dem Motto «ganz.schön.heilig». An diesen drei Worten sind wesentliche Dimensionen des Sakristanendienstes festzumachen:
Ganz – Der Beruf fordert den Menschen ganz, mit Leib, Geist und Seele. Die vielfältigen Aufgaben in und rund um die Kirche sowie der Umgang mit Menschen in verschiedensten Aufgaben und Lebenssituationen erfordern Fachkönnen, Sensibilität und auch Flexibilität
Schön – Der Umgang mit Kunst und Schmuck erfordert ästhetisches Empfinden und gestalterisches Geschick. Alles Schöne in Liturgie und Gottesdienst ist Ausdruck für die Verehrung Gottes und Dank für sein gnadenhaftes Handeln an uns Menschen.
Heilig – Glauben dürfen und glauben können sind Geschenk an uns Menschen zu unserem Heil. Wo der Sakristanendienst in seiner Vielfalt aus einer gläubigen Haltung geschieht, wird die ganze Arbeit zum Glaubenszeugnis, das ausstrahlt.
Der Sakristanenverein begleitet den Beruf der Sakristane seit 125 Jahren. Er setzt sich ein für die fachliche und auch spirituelle Bildung in diesem anspruchsvollen Beruf. Er fördert den wichtigen zwischenmenschlichen Zusammenhalt und Austausch sowie die Freundschaft untereinander.
Mit besten Segenswünschen verdanke ich alle geleistete Arbeit im Dienst der Kirche und wünsche allen ein frohes und ermutigendes Jubiläumsfest.
Markus Büchel, Bischof













