| 17. Juli 2011
Ziteil - der höchstgelegene Wallfahrtsort Europas 2434 m ü. M.
Alle Jahre wieder treffen sich die St.Galler Sakristanen und Sakristaninnen mit Anhang und Kindern zur Ziteilwallfahrt. Dieses Jahr waren die Wetterprognosen für den Sonntag sehr gewitterhaft. Daher entschloss man sich erst am Montag aufzubrechen und nicht zu übernachten.
Die Wallfahrten nach Ziteil gehen zurück auf das Jahr 1580. Gemäss der Legende war eine weiss gekleidete Frau einem 18-jährigen Mädchen im Oberhalbstein erschienen und sagte zu ihr: "Gehe hin und sage dem Volk im Oberhalbstein, es habe nun so viel gesündigt, dass nicht noch mehr ertragen werden könne. Wenn es sich nicht bessere, werde Gott es streng bestrafen, so dass er nicht nur die Feldfrüchte verdorren, sondern das Volk vom Jüngsten bis zum Ältesten sterben lassen werde. Ich kann bei meinem Sohn für dieses Volk nicht mehr Fürbitte einlegen." Acht Tage darauf erschien die gleiche Frau einem 16-jährigen Knaben in Ziteil und wiederholte dasselbe. Als man damit begann, Prozessionen zu halten, fingen alle verdorrten Feldfrüchte wieder zu grünen an und weckten Hoffnung auf eine sehr gute Ernte.
Um 8.00 Uhr trafen wir uns zum Kaffee in Thusis. Dann fuhren wir via Tiefencastel nach Salouf zum Parkplatz Munter. Dort angekommen wanderten wir den Berg hinauf nach Ziteil. Oben angekommen wurden wir mit viel Freude vom Pfarrer Paul Schlienger empfangen. Um 11.30 Uhr hielt Pfarrer Martin Blaser aus Pfäfers mit uns einen Gottesdienst. Das feine Mittagessen zubereitet von Pfarrer Schlinger stärkte uns wieder. Als Abschluss der Wallfahrt sangen und beteten wir noch in der Marienkirche. Dann machten sich die ersten schon wieder an den Abstieg. Es war ein schöner Tag mit vielen Erlebnissen. Wir möchten uns bei Martin Betschart, Präsident Kreis 4, der alles organisiert hat, und bei Pfarrer Martin Blaser für den schönen Gottesdienst ganz herzlich bedanken. Wir hoffen, dass es im nächsten Jahr wieder möglich ist, die Wallfahrt mit Übernachtung durchzuführen.













