| 24. November 2009
Grosses Interesse
Die Kursausschreibung mit einem interessanten drei Tagesprogramm stiess auch dieses Jahr, erstmals auch für Pensionierte, auf grosses Interesse.
So erschienen am Dienstag, den 3. November rund 70 Personen pünktlich auf 09.30 Uhr zum Begrüssungskaffee. Anschliessend wurden sie musikalisch von Röbi Blättler (Präsident Sakristanenverein SG) und seiner Frau Agnes im grossen Kurssaal musikalisch begrüsst und vom Kursleiter Peter Mattle willkommen geheissen. Als Beauftragte und Leiterin des Bildungshauses war es für Silvia Müller eine Freude, so vielen Sakristaninnen und Sakristane die gute Infrastruktur zur Verfügung zu stellen und sie für drei Tage mit Kost und Logge verwöhnen zu dürfen.
Patientenverfügung
Die Referentin, Regina Bayer-Birri von der Fachstelle “Begleitung Schwerkranker“ der Caritas St. Gallen wusste mit diesem sehr heiklen Thema die Zuhörer in den Bann zu ziehen.
Patientenverfügungen bieten Chancen und setzen gleichzeitig Grenzen. Für viele ist es beängstigend, durch einen Unfall oder durch Krankheit nicht mehr über sich selbst und sein Leben entscheiden zu können. So lässt es sich schriftlich festhalten, dass man keine Massnahmen wünscht, die nur eine Sterbens- und Leidensverlängerung bedeuten.
Brandschutz
Als ehemaliger Feuerwehrkommandant , selbständiger Landwirt und tätig im Ressort öffentliche Sicherheit, appellierte Alois Schilliger an die Mesmer, den vielen Kulturgütern in Kirchen und Pfarreizentren besonders Sorge zu tragen in Bezug auf offenes Feuer und Wasser. Feuerlöscher, Sprinkleranlagen, Brandmelder, Alarmanlagen sollten über ihre Tauglichkeit vorsorglicher weise periodisch überprüft werden, ebenso Blitzschutzanlagen. Besondere Vorsicht, so Schilliger, ist während der Advents- und Weihnachtszeit geboten, wo doch vielerorts mit Kerzen und Lämpchen gebastelt und geschmiedet wird.
Kompetenzen und Pflichtenheft
Peter Mattle, pensionierter und langjähriger Mesmer, weiss von was er spricht. Ihm sind viele Fälle (Kirchenverwaltungen) bekannt, wo gute Voraussetzungen für Sakristane vorherrschen. Auch gibt es aber die andern, bei denen Kompetenzen und Pflichten nur schwach umschrieben sind; aber vom dienst tuenden Sakristan vorzüglich ausgeführt werden, aber von der KV nicht entsprechend wahrgenommen wird. Anhand von Arbeitsblättern waren unter den Anwesenden Mesmerinnen und Mesmer grosse Unterschiede feststellbar, was auch aus den Diskussionen hervorging.
Ministranten mit verschiedenen Charakteren
Von der Arbeitsstelle Damp (Ministrantenpastoral) konnte Isa Camenisch am Mittwochmorgen inbezug Ministrantenbetreuung, soweit sie informiert ist, ein gutes Zeugnis ausstellen. Es gehe darum, den Jungs die Freude am Ministrieren und am Messdienen vorzuleben und ihnen in jeder Situation beistehen zu können. Jedes Kind hat das Recht auf Annahme, Sicherheit, Verstehen, Akzeptieren. Aber sie müssen auch die notwendigen Grenzen kennen, was je nach Familiensituation und sozialem Umfeld entsprechendes Fingerspitzengefühl erfordert. Auch mit Loben und Rühmen kann Vieles erreicht werden.
Internetseite Sakristanenverein (-verband) Bistum St. Gallen
Stefan Widrig, Mesmer in Widnau, konnte als ehemaliger Computerfachmann von der Mesmer Homepage www.sakristane.ch die Anwesenden über die vielen Informationsmöglichkeiten des Internets und deren Anwendungen berichten. Für deren Gestaltung und die Bekanntgabe der Aktualitäten aber ist er auf die Mithilfe aller vier Regional-Kreise angewiesen und dankbar.
Ideenbörse, Gestaltungsmöglichkeiten – Arbeit in je drei Gruppen
Als Meister ihres Faches konnten Vroni Schilliger, Martin Betschart, Resli Mattle und Maria Wiget anhand von verschiedenen Materialien, Fotos und Bildern Denkanstösse geben für Dekorationen und Zieren der Kirche. Mit verschiedenen Hilfsmitteln, welche ja auch untereinander von Mesmern ausgeliehen werden (könnten), liesse es sich so viele tolle Sachen machen.
Vereinsleben und Vereinspflichten
Wie Robert Blätter in seinem Referat ausführte, wird jedem Vereinsmitglied die Möglichkeit gegeben, an den Aktivitäten und den Angeboten des Vereins teilzunehmen, was ja auch von den Arbeitgebern (KV) verlangt wird. Bei Differenzen wird vom Verein versucht, entsprechend als Schlichtstelle zu wirken, um eine annehmbare Lösung anzustreben.
Geistiges Thema – Bedeutung der Sakramente
Auf recht eindrückliche Art und Weise verstand es der Palotiner Pater Adrian Willi von Gossau die Bedeutung der Symbole und Sakramente jedem einzelnen verständlich zu machen. Christus ist das Ursakrament der Kirche, das Wurzelsakrament, so Adrian Wille.
Die Liebe und der Dienst am Menschen und an Gott ist die Voraussetzung für die Mesmertätigkeit. Wie erleben wir den Herren? In Wort und Schrift und in den Sakramenten. Die Taufe (Firmung und Krankensalbung) zum Beispiel verbindet das Kind (den Getauften) mit Gott, das heilige Öl ist das Symbol zum Heil, Wasser gehört zum Leben, Brot(brechen) ist das Symbol der Gemeinschaft.
Von den Kursteilnehmern wurde die Gemeinschaft auch gelebt in den morgendlichen Eucharistiefeiern, während den Pausen zwischen den einzelnen, sehr interessanten Themen; beim Mittagessen und vor allem am Dienstag- wie auch am Mittwochabend beim und nach dem Nachtessen, wo die Senioren mit dabei waren. Das speziell für diese ausgearbeitete Programm wusste ihnen sehr zu gefallen, wobei die Exkursion und die Besichtigung des
5 Sterne Hotels “Quellenhof in Bad Ragaz“ mit über 700 Angestellten aus 40 verschiedenen Nationen ein besonderer Leckerbissen war.
Auswertung des Kurses
Zum Abschluss des Kurses versammelten sich alle in der Hauskapelle zur letzten Eucharistiefeier mit Pater Adrian, musikalisch umrahmt vom Ehepaar Blättler.
Bei der anschliessenden Auswertung des Kurses durften die Organisatoren und Referenten viel Lob und Anerkennung für ihre Arbeit und ihr Engagement entgegen nehmen. Nach einem feinen Mittagessen verabschiedete man sich, in der Hoffnung, in zwei Jahren wieder mit dabei sein zu dürfen.
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